Vom Schüler*innen-Ticket zum 365-Euro-Ticket


Stellungnahme der Fraktionsvorsitzenden Marianne Erdrich-Sommer:

Preise für den ÖPNV sind immer ein spannendes Thema, besonders bei den Schülerbeförderungskosten. Schülerinnen und Schüler müssen kostengünstig und gut an die Bildungseinrichtungen gebracht werden können. Der Beschlussantrag ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, die Eltern mit 3,50 pro Monat zu entlasten. Es muss aber deutlich weiter entlastet werden. Noch zahlen Eltern April 41,20 monatlich zu. Wir meinen: zu viel für die Fahrt von und zur Schule. Das muss sich mittelfristig ändern. Das ist Familienpolitisch geboten, es führt junge Menschen aber auch an den ÖPNV. Ein attraktives und kostengünstiges ÖPNV- Angebot wird dann auch über die Schulzeit hinaus genutzt werden.

Uns ist der Antrag der SPD für ein Jahresticket 365 € vom Grundsatz her sympathisch. Allerdings halten wir die einheitliche Tarifstruktur in der Region ebenfalls für zwingend geboten.

Daher haben wir einen Antrag im VFA gestellt, der die Landkreise, die Landeshauptstadt und den VVS auffordert, dringend in den nächsten drei Jahren ein kostengünstiges Jahres-Schüler-Ticket zu entwickeln. Wir haben uns gefreut, dass dieses Ansinnen in den Beschlussantrag eingeflossen ist. 

(…) Wir werden dem SPD Antrag nicht zustimmen, da für uns der einheitliche Regionaltarif wichtig und richtig ist – auch wenn die Stadt Stuttgart bereits ausschert. 

Dem Beschlussantrag stimmen wir zu – in der Erwartung, der Landrat nimmt den Beschluss besonders im Punkt 4 ernst, wirbt in den Gremien des VVS dafür und stimmt entsprechend und setzt das Bemühen um eine Entwicklung in die angezeigte Richtung kraftvoll um.

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